Wie bei den Bienen leben auch bei den Wespen nur die wenigsten Arten in größeren Gemeinschaften. Von den circa siebenhundert in Deutschland heimischen Wespenarten leben nur zwölf in Staaten, während alle anderen eine solitäre Lebensweise bevorzugen und in erstaunlicher Vielfalt auch in unserem Verein zu finden sind. Mit ihren zwei gelben Streifen auf dem schwarzen Hinterleib leicht erkennbar ist die Borstige Dolchwespe. Diese vor allem im Mittelmeerraum beheimatete und in Deutschland eigentlich nur selten anzutreffende Art profitiert zum einen vom Klimawandel und zum anderen von der gerade in Kleingartenanlagen mit ihren großen Rosenkäferpopulationen optimalen Ernährungslage. Die Wespen sind Blütenbesucher mit einer großen Vorliebe für blaue Blüten, während die Larven sich parasitisch von Rosenkäferengerlingen ernähren. Nach der Paarung spürt das Weibchen einen Engerling mithilfe ihres Geruchsinns im Boden (meist im Komposthaufen) auf, gräbt sich zu ihm durch und betäubt ihn mit einem Stich. Anschließend erfolgt die Eiablage auf den Engerling, der jetzt von der sich entwickelnden Larve ausgesaugt und aufgefressen wird. Die Larve überwintert in ihrem Kokon an Ort und Stelle, um dann anschließend im späten Frühjahr nach der Verpuppung zu schlüpfen. Ebenfalls schwarzgelb und zudem durch den auffallend großen Kopf leicht zu identifizieren, ist der zu den Grabwespen gehörende Bienenwolf. Wie schon der Name andeutet, ernähren sich die Larven des Bienenwolfs von Honigbienen (nicht von Wildbienen!), die von den Weibchen nach dem Anlegen der bis zu einem Meter langen Niströhre beim Blütenbesuch überwältigt und anschließend nach einem kurzen Kampf mit einem Stich betäubt werden. Am Ende der Niströhre befinden sich die Brutkammern, die mit jeweils einem Ei und mehreren betäubten Honigbienen als Proviant bestückt werden. Damit die eingelagerten Honigbienen nicht verderben, werden sie von den Bienenwolfweibchen mit die Schimmelbildung verhindernden Sekreten abgeleckt, zudem wird die Brutzelle mit antibiotischen Stoffen imprägniert. Die Larven schlüpfen in der Regel Ende Mai, nachdem sie als Puppe überwintert haben. Bienenwölfe legen ihr Nest in sandigem oder leicht lehmigem Boden an, der höchstens locker bewachsen sein sollte – also ähnliche Bedingungen, wie sie auch von bodenbrütenden Wildbienen benötigt werden. Die meisten Grabwespenarten ernähren ihre Larven mit einer bestimmten Beuteart, die sich dann oft schon im Namen findet: Beim Stahlblauen Grillenjäger oder der Heuschreckensandwespe werden die Larven mit Grillen und Schrecken verproviantiert. Der Grillenjäger legt seine Eier übrigens nicht in den Boden, sondern nützt zur Nestanlage überirdische Hohlräume wie zum Beispiel Schilfhalme oder auch Nisthilfen für Wildbienen.

Jeder Boden profitiert von regelmäßigen Kompostgaben, wobei die tatsächlich nötigen Mengen leicht überschätzt werden: Abhängig von der Beschaffenheit des Bodens sind für die Frühjahrsdüngung 3 bis 5 Liter Kompost pro Quadratmeter ausreichend. Bei Starkzehrern wie Kohl und Kartoffeln empfiehlt sich eine zweite Gabe im Laufe des Sommers. Bei leichten Böden verbessert eine Zugabe von Bentonit, ein natürlich vorkommendes Gestein, das aus einer Mischung verschiedener Tonmineralien besteht, die Wasserspeicherfähigkeit.
Saatgut, das in der letzten Saison nicht verbraucht wurde, kann jetzt auf seine Keimfähigkeit überprüft werden. Dazu bracht man lediglich saugfähiges Papier sowie einen tiefen Teller. Das Papier wird angefeuchtet und in den Teller gelegt, anschliessend zählt man eine Probe des zu testenden Saatguts ab – 50 oder 100 sind gute Zahlen, da man hier leicht die entsprechenden Prozente errechnen kann – und verteilt sie auf dem Papier. Um die Feuchtigkeit zu halten und damit die Keimung zu erleichtern, spannt man eine Folie über den Teller und lässt das ganze vierzehn Tage bei Zimmertemperatur stehen. Dann zählt man die aufgegangenen Samen und errechnet den Prozentanteil. Ergibt sich eine Keimfähigkeit von weniger als 50 %, schmeißt man das Samentütchen besser weg, bei einem Ergebnis bis zu 75 % erhöht man entsprechend die auf der Packung angegebene Aussaatmenge.
Der Winter ist die ideale Zeit zur Anlage eines Hügelbeets. Der Platzbedarf beträgt etwa zwei Meter mal vier Meter. Zur optimalen Besonnung sollte das Beet in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Als „Fundament“ dient eine spatentiefe Mulde, in der als unterste etwa fünfzig Zentimeter dicke Schicht der gut zerkleinerte winterliche Baumschnitt dicht aufgeschichtet wird. Darauf folgt eine Abdeckung aus Staudenresten, Grasschnitt, Laub, Rasensoden oder Stroh. Die nächste Schicht besteht aus halbverrottetem Rohkompost, gefolgt von einer Deckschicht aus reifem Kompost und Gartenerde. Die endgültige Höhe beträgt circa einen Meter. Auf dem Scheitel sollte zur besseren Bewässerung eine Rinne geformt werden. Der Vorteil eines Hügelbeets besteht in der schnelleren Erwärmung im Frühjahr und der größeren Menge an Nährstoffen, die den Pflanzen zur Verfügung stehen. Im Prinzip handelt es sich um einen bepflanzten Komposthaufen, der sich im Laufe der Zeit von selbst auflöst. Pflanzen mit hohem Nährstoff- und Wärmebedarf wie Gurken, Paprika oder Melonen können von dieser Anlage profitieren. Anders als beim Hochbeet ist für ein Hügelbeet keine permanente Struktur erforderlich.
