Auch wenn man sie leicht dafür halten kann, sind Wanzen keine Käfer. Vielmehr bilden sie ihre eigene Unterordnung innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe, zu der auch noch die Zikaden und die Pflanzenläuse zählen. Trotz großer Unterschiede in Erscheinung und Lebensweise besitzen alle Schnabelkerfe stechend-saugende Mundwerkzeuge. Die meisten Wanzen saugen an Pflanzen, es gibt aber auch einige räuberisch lebende Arten, wie zum Beispiel die Bettwanze, die sich von Blut ernähren. Der Speichel von Wanzen enthält eiweißabbauende und damit gewebeverflüssigende Enzyme, sodass die Nahrung durch den Saugrüssel aufgenommen werden kann. Die gewebezersetzenden Wirkstoffe des Speichels verursachen auch die typischen Schadbilder an den angesaugten Früchten wie Verformungen, Verfärbungen und Nekrosen. Zusätzlich können während des Saugvorgangs Pflanzenkrankheiten übertragen werden. Wanzen entwickeln sich anders als Käfer ohne Verpuppung über fünf durch Häutungen voneinander getrennte Nymphenstadien vom Embryo zum erwachsenen Tier. Mit jeder Häutung wird die Ähnlichkeit zum erwachsenen Tier größer, so dass man auch von einer graduellen Entwicklung spricht. Wanzen zählen damit zu den hemimetabolen Insekten, die keine vollständige Metamorphose vollziehen. Von den weltweit rund vierzigtausend Wanzenarten sind 889 in Deutschland nachgewiesen, davon 720 auch in Sachsen.

Aufgrund ihrer auffälligen rotschwarzen Warnfärbung und des massenhaften Auftretens nicht zu übersehen, ist die Gemeine Feuerwanze. Die am Boden lebende flugunfähige Art ernährt sich saugend von herabgefallenen Linden- beziehungsweise Malvensamen und ist daher meistens in größeren Ansammlungen am Fuße von Linden oder unter Malvengewächsen (zum Beispiel Hibiskussträuchern) anzutreffen. Die Feuerwanze bildet eine Generation im Jahr aus und überwintert als erwachsenes Tier in Ritzen oder Spalten. Paarung und Eiablage erfolgen erst nach der Überwinterung im April oder Mai. Ein Gelege besteht aus etwa vierzig bis achtzig Eiern, die in kleinen, teilweise selbst gescharrten Höhlungen im Boden abgelegt werden. Aus gärtnerischer Sicht ist die Feuerwanze zwar unschädlich, wird aber eventuell als lästig empfunden. Von Singvögeln wird sie wegen ihres auffälligen Aussehens und des unangenehmen Geschmacks verschmäht.
Ebenfalls rotschwarz gefärbt, aber nur vereinzelt auftretend, ist die Streifenwanze. Sie gehört zu den Gewinnerinnen des Klimawandels und hat in den letzten Jahrzehnten ihre Verbreitungsgrenze immer weiter nach Norden erweitert, so dass sie mittlerweile in ganz Sachsen zu finden ist. Die Streifenwanze saugt an den unreifen Samen von Doldenblütlern wie Petersilie, Möhren, Liebstöckel oder Fenchel. Aufgrund ihrer Nahrungsvorlieben ist sie überwiegend im Gemüsegarten zu Hause, richtet dort aber so gut wie keinen Schaden an. Wie bei der Feuerwanze erfolgen Paarung und Eiablage nach der Überwinterung ab Ende Mai, wobei die Eier an Pflanzenstängel oder Blätter der Nahrungspflanzen geheftet werden. Nach der Absolvierung der fünf Nymphenstadien erscheinen die ersten adulten Tiere der neuen Generation ab August, es können aber bis in den Oktober hinein auch noch nicht ausgewachsene Tiere, also Nymphen, beobachtet werden.
Es gibt etliche Wanzenarten, wie die Garten-, die Beeren- oder die Rotbeinige Baumwanze, die sich hauptsächlich von Pflanzensäften ernähren (allerdings auch die eine oder andere Blattlaus nicht verschmähen) und sich daher auch an noch unreifen Beeren, vor allem Him- oder Brombeeren, vergreifen. Das ist vor allem deshalb unangenehm, weil die Früchte anschließend nicht mehr genießbar sind. Von außen ist der Schaden daran erkennbar, dass die Früchte nicht gleichmäßig ausgefärbt sind, da die befallenen Segmente nicht mehr rot beziehungsweise schwarz werden. Andere Arten treten als invasive Neozoen erst seit kurzer Zeit hier auf, so die Marmorierte Baumwanze aus Ostasien (in Sachsen erstmals nachgewiesen in 2018) oder die Reiswanze (ca. 2020) aus Ostafrika. Beide sind, was ihre Wirtspflanzen anbelangt, wenig wählerisch und saugen an vielen Obst- und Gemüsearten.
Jeder Boden profitiert von regelmäßigen Kompostgaben, wobei die tatsächlich benötigten Mengen leicht überschätzt werden: Abhängig von der Beschaffenheit des Bodens sind für die Frühjahrsdüngung 3 bis 5 Liter Kompost pro Quadratmeter ausreichend. Bei Starkzehrern wie Kohl und Kartoffeln empfiehlt sich eine zweite Gabe im Laufe des Sommers. Bei leichten Böden verbessert eine Zugabe von Bentonit die Wasserspeicherfähigkeit.Zur Förderungeines aktiven Bodenlebens empfiehlt es sich zudem, den Boden stets mit einer dünnen Schicht organischen Materials zu mulchen. Geeignet sind Stroh, angewelkter Grasschnitt sowie Reste von Gründüngung oder andere grob zerkleinerte Pflanzenteile wie Brennnessel- und Beinwellblätter. Das Mulchen erfüllt mehrere Zwecke: Es hält den Boden feucht, wirkt gegen Erosion und schützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Zudem bietet das aufgelegte Material Nahrung für Bodenlebewesen, insbesondere Regenwürmer, die dann wiederum neuen Humus erzeugen.
