Pflanzen des Monats sind diesmal die verschiedenen im Garten anzufindenden Wolfsmilcharten. Die Euphorbien sind eine sehr große und vielgestaltige Familie mit über 2100 Arten. Allen gemeinsam sind der bei Verletzungen der Pflanze austretende und an der Luft gerinnende ätzende Milchsaft und die stark reduzierten, lediglich aus Narbe beziehungsweise einem Staubgefäß bestehenden eingeschlechtigen Blüten. Häufig übernehmen auffällig gefärbte Hochblätter die Rolle der nicht vorhandenen Blütenblätter. Ansonsten gibt es Euphorbien in allen Größen, vielen unterschiedlichen Formen und überall auf der Welt. Die bekannteste Art ist mit Sicherheit der Weihnachtsstern, der am Naturstandort in Mittelamerika zu einem kleinen, spärlich verzweigten Baum heranwächst. Wesentlich niedriger bleiben die in Mitteleuropa heimischen Arten. Vermutlich in fast allen Gärten vertreten ist die angeblich wühlmausvertreibende Kreuzblättrige Wolfsmilch, die mit ihrem streng symmetrischen Wuchs an eine Flaschenbürste erinnert. Bei ihr handelt es sich um eine ursprünglich aus Asien stammende Art, die sich in Mitteleuropa von der Zierpflanze zum leicht beherrschbaren Unkraut entwickelt hat. Definitiv auf der lästigen Seite der Pflanzenwelt befindet sich die Gartenwolfsmilch, die hauptsächlich auf kultivierten, also durch Bodenbearbeitung regelmäßig gestörten Flächen wächst. Auch sie kann leicht gejätet werden und wird daher nicht wirklich zur Plage. Als Bodendecker für magere und trockene Standorte eignet sich die Zypressenwolfsmilch, von der es auch eine Zuchtform namens „Fens Ruby“ mit einem sehr schönen Farbkontrast zwischen den im Austrieb roten Blättern und den gelbgrünen Blüten gibt. Die nektarreichen Blüten duften stark nach Honig und werden gerne von Insekten besucht. Zudem dient die Pflanze als Hauptnahrungsquelle für die Raupen des Wolfsmilchschwärmers. Zum Überwallen von Mauerkronen oder einfach als Polsterpflanze an trockenen, gerne auch steinigen Plätzen bietet sich die Walzenwolfsmilch an. Ihre niederliegenden, dicht beblätterten Triebe wirken wie mit Schuppen besetzt, so dass sich insgesamt eine leicht reptilienhaftige Anmutung ergibt. Mit einem sehr schönen halbkugelförmigen Wuchs kann die ebenfalls gut trockenheitsverträgliche Steppenwolfsmilch aufwarten. Weitere Pluspunkte sind die frischgrüne Farbe der endständigen Blüten sowie die lange Blütezeit von Juni bis Oktober. Im Halbschatten, zum Beispiel am Gehölzrand, fühlt sich die Mandelblättrige Wolfsmilch zuhause. Ihr im Austrieb leuchtend weinrotes Laub kontrastiert mit den ab April in großer Zahl erscheinenden limonengrünen Blüten und färbt sich im Winter zu einem dunklen Purpurrot. Wie der Name schon andeutet, bevorzugt die Sumpfwolfsmilch im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Arten einen feuchten Standort. Die sehr langlebige Staude kann Höhen von über einem Meter erreichen, verträgt sogar zeitweilige Überschwemmungen und ist daher am besten am Rande eines Teiches aufgehoben.

Kalkmangel beheben: Der Spätherbst ist die günstigste Zeit, um den pH-Wert des Bodens zu überprüfen und wenn nötig zu korrigieren. Die Prüfung kann mit einem handelsüblichen Test-Set durchgeführt werden, für eine umfassendere Bodenanalyse kann eine Mischprobe von verschiedenen Standorten im Garten an ein spezialisiertes Labor gesendet werden. Je nach Bodenart ist ein pH-Wert zwischen 5,5 (Sand) und 7 (Lehm) optimal, da in diesem schwach sauren bis neutralen Bereich Pflanzen und Bodenleben am besten gedeihen. Liegt der pH-Wert unterhalb dieser Grenze, kann er durch Aufkalkung erhöht werden.Befindet er sich bereits im gewünschten Bereich, sollte trotzdem vonZeit zu Zeit (circa alle drei Jahre) eine Erhaltungskalkung durchgeführt werden, um der natürlichen Versäuerung entgegenzuwirken. Das im Kalk enthaltene Kalzium dient zusätzlich der Verbesserung der Bodenbeschaffenheit: Indem es kleinste Bodenbestandteile zu sogenannten Kalk-Ton-Humusteilchen verbindet, sorgt es für eine gute Krümelstruktur. Zudem ist Kalzium ein wichtiger Bestandteil der pflanzlichen Zellwände. Ein Mangel kann daher zu Wachstumsstörungen sowie einer verminderten Widerstandskraft gegenüber Schadeinflüssen führen.
Johannisbeeren können auch durch Teilung vermehrt beziehungsweise verjüngt werden. Dafür gräbt man den Busch aus und spült die Erde mit Wasser aus den Wurzeln. Anschließend wird der Wurzelballen an geeigneter Stelle mit einem scharfen Beil geteilt und die so entstandenen Teilstücke an einem neuen Platz wieder eingepflanzt. Dabei werden die Triebe eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten, um einen möglichst buschigen Neuaustrieb anzuregen.
Mit dem Umgraben der Gemüsebeete sollte zumindest so lange gewartet werden, bis sich der Boden auf eine Temperatur nahe dem Gefrierpunkt abgekühlt hat. Dann arbeiten die Mikroorganismen nicht mehr, die für die Zersetzung von Pflanzenresten und Humus sorgen – was im Prinzip sehr nützlich ist, da die durch diesen Prozess freigesetzten Nährstoffe der Düngung der Pflanzen dienen, allerdings wenig hilfreich, wenn besagte Pflanzen überhaupt nicht vorhanden sind und die gesamten Nährstoffe ungenutzt ins Grundwasser gespült werden.
