Gartentipps für November 2026

Pflanzen des Monats sind diesmal die verschiedenen im Garten anzu­fin­denden Wolfsmilcharten. Die Eu­phor­bien sind eine sehr große und vielge­staltige Familie mit über 2100 Arten. Allen gemeinsam sind der bei Ver­letzun­gen der Pflanze austre­ten­­de und an der Luft gerinnende ätzen­de Milchsaft und die stark reduzierten, le­dig­lich aus Narbe beziehungsweise ei­nem Staub­gefäß bestehenden ein­ge­schlechtigen Blüten. Häufig über­­nehmen auffällig gefärbte Hoch­blätter die Rolle der nicht vorhandenen Blü­tenblätter. An­son­sten gibt es Euphor­bien in allen Grö­ßen, vielen unter­schied­lichen For­men und überall auf der Welt. Die be­kannteste Art ist mit Sicherheit der Weih­­nachtsstern, der am Natur­stand­ort in Mittelamerika zu ei­nem kleinen, spärlich ver­zweigten Baum heran­wächst. We­sent­lich nie­dri­ger bleiben die in Mitteleuropa hei­mischen Arten.  Ver­mutlich in fast allen Gär­ten ver­tre­ten ist die angeblich wühl­­mausver­trei­ben­de Kreuz­blätt­rige Wolfsmilch, die mit ihrem streng sym­me­tri­schen Wuchs an eine Fla­schen­bürste er­in­nert. Bei ihr handelt es sich um eine ur­­sprüng­­lich aus Asien stammen­de Art, die sich in Mittel­eu­ro­pa von der Zier­pflanze zum leicht be­herrsch­baren Un­kraut entwickelt hat. Defini­tiv auf der lästigen Seite der Pflan­zenwelt be­fin­det sich die Gar­ten­wolfsmilch, die hauptsächlich auf kul­ti­vier­ten, also durch Boden­be­ar­bei­tung regel­mäßig ge­störten Flächen wächst. Auch sie kann leicht gejätet wer­­den und wird da­her nicht wirklich zur Pla­ge. Als Bodendecker für mage­re und trockene Standorte eignet sich die Zypressen­wolfsmilch, von der es auch eine Zuchtform na­mens „Fens Ruby“ mit einem sehr schö­nen Farb­kontrast zwi­schen den im Austrieb ro­ten Blät­tern und den gelbgrünen Blü­ten gibt. Die nektar­rei­chen Blüten duf­ten stark nach Honig und werden ger­ne von In­sek­­ten be­sucht. Zudem dient die Pflan­­ze als Haupt­nah­rungsquelle für die Raupen des Wolfs­milch­schwär­mers. Zum Über­wallen von Mau­er­kro­nen oder ein­­fach als Pol­sterpflanze an trocke­nen, gerne auch steinigen Plät­zen bie­tet sich die Walzen­wolfsmilch an. Ihre nieder­liegen­den, dicht be­blät­ter­ten Triebe wirken wie mit Schuppen be­setzt, so dass sich insge­samt eine leicht rep­tilien­haf­tige Anmu­tung ergibt. Mit ei­nem sehr schönen halbkugel­för­migen Wuchs kann die ebenfalls gut trocken­heits­verträgliche Steppen­wolfs­­­milch auf­­warten. Weitere Plus­punkte sind die frisch­grü­ne Farbe der endstän­di­gen Blüten sowie die lange Blütezeit von Juni bis Oktober. Im Halbschatten, zum Beispiel am Ge­hölzrand, fühlt sich die Mandel­blätt­rige Wolfsmilch zuhause. Ihr im Aus­trieb leuchtend weinrotes Laub kon­trastiert mit den ab April in großer Zahl erscheinenden limonen­grü­nen Blü­­ten und färbt sich im Winter zu ei­nem dunklen Purpurrot. Wie der Name schon andeutet, bevorzugt die Sumpf­wolfsmilch im Gegensatz zu den zuvor beschrie­be­nen Arten einen feuch­ten Standort. Die sehr lang­­lebige Staude kann Höhen von über einem Meter er­reichen, ver­trägt sogar zeit­wei­lige Über­­schwem­mungen und ist daher am besten am Rande eines Teiches aufgehoben.

Kalkmangel beheben: Der Spät­­herbst ist die günstigste Zeit, um den pH-Wert des Bo­dens zu über­prüfen und wenn nötig zu korrigieren. Die Prü­­fung kann mit einem han­dels­üb­lichen Test-Set durchgeführt wer­den, für eine umfassendere Boden­ana­ly­se kann eine Mischprobe von verschie­de­nen Standorten im Garten an ein spe­zialisiertes Labor gesendet wer­den. Je nach Bodenart ist ein pH-Wert zwischen 5,5 (Sand) und 7 (Lehm) op­ti­­mal, da in diesem schwach sauren bis neutralen Bereich Pflanzen und Bo­den­leben am besten gedeihen. Liegt der pH-Wert un­terhalb dieser Grenze, kann er durch Aufkalkung er­höht wer­den.Befindet er sich bereits im ge­wün­schten Bereich, sollte trotz­dem vonZeit zu Zeit (cir­ca alle drei Jah­re) eine Erhal­tungs­kalkung durch­geführt wer­den, um der na­tür­li­chen Versäue­rung entgegen­zuwir­ken. Das im Kalk enthal­tene Kal­zium dient zu­sätzlich der Ver­bes­se­rung der Bo­denbe­schaf­fen­­heit: Indem es klein­ste Boden­be­stand­teile zu so­ge­­nann­ten Kalk-Ton-Hu­­mus­­teil­chen ver­bindet, sorgt es für eine gute Krü­mel­­struk­tur. Zu­­dem ist Kal­zium ein wichtiger Be­standteil der pflanz­li­chen Zellwän­de. Ein Man­gel kann daher zu Wachs­tums­störun­gen so­wie einer ver­min­derten Wi­der­stands­kraft gegen­ü­ber Schad­ein­flüssen füh­ren.

Johannisbeeren können auch durch Teilung vermehrt bezie­hungs­weise ver­­jüngt werden. Dafür gräbt man den Busch aus und spült die Erde mit Was­ser aus den Wurzeln. An­schlie­ßend wird der Wurzelballen an geeig­neter Stel­le mit einem scharfen Beil geteilt und die so entstandenen Teil­stücke an einem neuen Platz wieder einge­pflanzt. Dabei werden die Trie­be eine Handbreit über dem Boden abge­schnitten, um einen möglichst buschi­gen Neuaustrieb anzuregen.

Mit dem Umgraben der Gemüse­beete sollte zu­mindest so lange ge­war­tet werden, bis sich der Boden auf eine Tem­pe­ratur nahe dem Ge­frier­punkt abge­kühlt hat. Dann ar­beiten die Mikro­or­ga­nis­men nicht mehr, die für die Zer­setzung von Pflanzenresten und Hu­mus sorgen – was im Prinzip sehr nützlich ist, da die durch diesen Pro­zess frei­gesetzten Nähr­stoffe der Dün­gung der Pflanzen die­nen, aller­dings we­nig hilf­reich, wenn besagte Pflanzen über­haupt nicht vor­handen sind und die gesamten Nährstoffe ungenutzt ins Grund­wasser gespült werden.


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