In diesem Monat geht es um die verschiedenen Arten der Zichoriensalate, also Endivie, Chicorée, Radicchio und noch einige andere. Trotz des unterschiedlichen Aussehens handelt es sich bei allen um die gleiche Art, deren Stammmutter die als Heilpflanze und Kaffeeersatz (Muckefuck) genutzte Gemeine Wegwarte mit ihren schönen himmelblauen Blüten ist. Die ausdauernde krautige Pflanze ist in Europa, Westasien und Nordwestafrika heimisch und wird schon sehr lange sowohl zu kulinarischen als auch zu medizinischen Zwecken genutzt. Sie wird als Mittel zur Appetitanregung sowie bei Leber- und Gallebeschwerden eingesetzt und wirkt zudem harntreibend und entzündungshemmend. Die Wurzeln der Wegwarte enthalten das als präbiotischer Nahrungsmittelzusatz (zum Beispiel in Joghurt) verwendete Inulin. Mindestens seit der Antike wird die Endivie auch als Gemüse, beziehungsweise Salat verzehrt. Allein von der Endivie existieren zwei unterschiedliche Kulturformen: zum einen der großblättrige, glattrandige Eskariol, zum anderen der gekrauste, schlitzblättrige Frisée. Alle Zichoriensalate enthalten den Bitterstoff Lactucopikrin, der durch Lichtentzug abgebaut wird. Wünscht man also einen weniger bitteren Geschmack, kann der Salat etwa fünf bis zehn Tage vor der Ernte durch das Aufsetzen einer Bleichhaube, ersatzwiese eines Suppentellers, gebleicht werden. Als Langtagpflanzen, die im Sommer zum Schossen neigen, werden Endivien frühestens ab Juni ausgesät: Sie sind damit ideale Herbst- und Wintersalate, die dank ihrer Frosthärte auch lange auf dem Beet stehenbleiben können. Etwas aufwendiger ist die Kultur des Chicorée, der in einem zweistufigen Prozess herangezogen wird: Die im Oktober geernteten Wurzeln werden nach dem Abtrocknen auf dem Beet in einen Kübel gesetzt und an einem dunklen warmen Ort (zum Beispiel in einem Heizungskeller) zum Antreiben aufgestellt. Die ohne Lichteinwirkung herangewachsenen Blattschöpfe sind besonders mild im Geschmack. Attraktiver als der farblich etwas langweilige Chicorée ist der Radicchio mit seinen roten Blättern und den weißen Blattrippen. Unbestreitbar der Schönste von allen ist der Radicchio Variegato di Castelfranco: mit crèmefarbenen rotgesprenkelten Blättern in der Form einer großen Blüte. Die Aussaat erfolgt wie bei der Endivie ab Juni. Da sich die Pflanzen wegen ihrer langen Pfahlwurzel nur schlecht verpflanzen lassen, empfiehlt sich die Direktsaat. Ganz besonders unkompliziert sind die sogenannten Blattzichorien, die wie Pflücksalat bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat geerntet werden können. Sie eignen sich wegen ihres recht bitteren Geschmacks am besten als Bestandteil eines gemischten Salates.

Durch ihre späte Blütezeit sind die Astern mit ihrem reichen Nektar- und Pollenangebot eine wertvolle Bienenweide. Astern gibt es in allen Höhen, sodass sie in praktisch jeder Beetsituation eingesetzt werden können. Die beiden wichtigsten Gruppen der hohen Astern sind Glattblatt- und die Raublattastern. Sie sind wegen ihrer Größe eher für den Beethintergrund geeignet. Als Partner bieten sich Gräser sowie andere ebenfalls herbstblühende Stauden wie Rudbeckien und Sonnenblumen an, deren leuchtendes Gelb gut mit den gedämpften Tönen der Astern harmoniert. Die niedrigen Kissenastern sind ideale Pflanzen für den vorderen Bereich der Rabatte. Sie werden normalerweise 30 bis 40 Zentimeter hoch und bilden flächig gepflanzt einen sehr schönen Beetabschluss. Etwas aus dem Rahmen fällt die Teppich-Myrtenaster mit dem Namen Snowflurry. Sie wird zwar nur etwa zwanzig Zentimeter hoch, kann dafür aber durchaus eine Fläche von einem Quadratmeter einnehmen. Am schönsten wächst sie an Hängen, beziehungsweise über Mauerkronen, eignet sich aber auch hervorragend als Bodendecker an sonnigen Standorten. Sie ist zur Blütezeit über und über bedeckt mit winzigen weißen Blüten und zudem extrem anspruchslos sowie trockenheitsverträglich.
Möhren, Rote Bete, Rettiche, Sellerie, Wurzelpetersilie und Pastinaken sollten nicht zu früh geerntet werden. Solange das Laub noch grün und lebendig ist, nehmen auch die Wurzeln noch an Größe zu. Ist Frost angekündigt, kann mit einem Vlies abgedeckt werden, das man bei steigenden Temperaturen wieder entfernt. Komplett frosthart sind Pastinaken, die daher (sehr praktisch) auch den ganzen Winter im Beet verbleiben können. Pastinakensamen verlieren sehr schnell an Keimfähigkeit und säen sich am besten selbst aus. Man lässt also einfach ein bis zwei Pflanzen über Winter stehen und zur Samenreife kommen. So hat man immer genügend Nachkommen, die dann allerdings nicht mehr in einer geraden Reihe stehen, sondern sich etwas unordentlich selbst im Beet verteilen.
Auch im Oktober ist es noch nicht zu spät für eine Gründüngung. So vermeidet man nackte Beete im Winter und schützt den Boden vor Auswaschung. Am Monatsanfang kann noch Phacelia gesät werden, später ist Winterroggen möglich.
Knoblauch kann jetzt gepflanzt werden. Die Zehen werden dafür zwei bis drei Zentimeter tief in nährstoffreichen Boden gesteckt, der Abstand sollte 20 bis 25 cm betragen. Knoblauch eignet sich sehr gut für die Mischkultur, wobei insbesondere Erdbeeren von seiner Nachbarschaft profitieren.
