Gartentipps für Mai 2026

Nach den Eisheiligen sollte der Boden ausreichend erwärmt sein, so dass auch kälteempfindliche Saaten ausgebracht werden können. Busch- und Stan­gen­­­bohnen sind ertrag­reich und machen we­nig Ar­beit. Ist es doch noch zu kalt oder zu nass, verzö­gert sich die Keimung und die Pflan­zen wer­­­den an­fällig für Pilz­in­fek­tionen. Im Zweifel wartet man mit der Aussaat bes­ser ein bisschen län­ger, bis sich der Bo­den dauerhaft auf eine Tempe­ra­tur von mindesten zehn Grad er­wärmt hat. Die Bohnen wachsen da­für an­schließend umso schnel­ler. Busch­bohnen werden am be­sten in Horsten von fünf bis sieben Samen ausgelegt: So können sich die Pflanzen gegen­sei­tig stüt­­zen und auch das Anhäufeln geht leichter. Die Saattiefe sollte dabei höch­stens drei Zentimeter be­tra­gen. Bei Stangen­bohnen legt man bis zu neun Samen um eine Stange. Feu­er­­bohnen sind nicht ganz so anspruchs­voll und wach­sen auch bei nie­drigeren Tempe­ra­turen sehr schnell, setzen al­ler­dings bei Hitze kaum Bohnen an. Junge Boh­nen­pflanzen sind sehr be­liebt bei Schnecken und sollten daher in der ersten Zeit nach dem Aufgehen gut geschützt werden. Buschbohnen kön­­nen in mehre­ren Sätzen bis Mitte Juli gelegt werden, sodass man von Ju­li bis Oktober frische Boh­nen ernten kann. Stan­gen­bohnen wach­­sen lang­sa­­mer und müssen für eine be­frie­di­gende Ernte spätestens bis Ende Juni gesät werden.

Mindestens eine Salbeipflanze soll­te in jedem Garten zu finden sein. Am be­­kann­testen ist natürlich der als Ge­würz- und Heilpflanze verwendete „richtige“ Salbei, Salvia officinalis. Von ihm gibt es zahlreiche dekorative Sor­ten, zum Beispiel mit pana­schier­ten Blättern in unter­schied­lichen Farb­kom­­binationen (weiß-grün, gold-grün, ro­sa-weiß-grün), mit wei­ßen oder rosa Blü­­ten, mit purpur­rotem oder gol­de­­nem Laub oder auch mit ge­säg­tem Blattrand. Bei anderen Züch­tungen steht eher der medizinische Nutzen im Vordergrund, so enthält zum Beispiel die aus Thüringen stammen­de Sor­te „Extrakta“ besonders viele äthe­rische Öle und dient daher hauptsächlich der Her­stellung phar­mazeutischer Pro­­duk­te. Ganz in der Nähe befinden sich in Frei­tal-Wurgwitz die Salbeifelder der Fir­ma Bombastus, die in erster Linie Tee, aber auch Mund­was­­ser, Salben, Trop­fen und Zahn­cre­me her­stellt. Für den Eigenverbrauch soll­ten die Blätter am besten kurz vor der Blüte gesammelt, da dann der Ge­halt der ätherischen Öle am höchsten ist, und anschlie­ßend an einem luftigen Ort getrocknet werden. Als Tee oder in Form einer Tinktur ein­genommen wirkt Salbei des­in­fi­zie­rend und schweiß­hemmend und wird daher bei Ver­dau­ungs­stö­rungen und In­fek­tio­nen der Atem­wege eingesetzt. Äu­ßerlich wirkt er bei In­sektenstichen oder kleineren Ent­zün­dun­gen. In der Küche würzt Salbei Ge­müse- oder Fleischgerichte.

Die berühmteMieze Schindler“, nach allgemeiner Auffassung die Erd­beer­sorte mit dem allerbesten Ge­schmack, wur­de 1925 von Otto Schindler in Pill­nitz gezüch­tet und nach seiner Frau be­nannt. Sie schmeckt in der Tat wunderbar, hat aller­dings recht viele Nach­teile, wie An­fälligkeit für Krank­heiten, sehr wei­che Früchte und einen eher mäßigen Ertrag. Außerdem braucht sie eine Be­fruch­tersorte, da sie selbst nur weib­liche Blüten aus­bildet. Wem dies nach zu­viel Aufwand klingt, probiert viel­leicht „Mieze Nova“, die von Dr. Bar­bara Dathe in Graupa aus der „Mieze Schind­ler“ ge­zogen wurde. Der Ge­schmack ist wirk­lich hervor­ragend, die Früchte sind we­sentlich größer und die Ernte reichlich. Empfehlenswert sind auch die mit­tel­frühe und ertrag­rei­che „Ko­rona“ und für eine Verlänge­rung der Sai­son die beiden späten Sor­ten „Flo­rence“ und „Malwina“. Für eine gute Ernte muss wäh­rend der Blüte und der nach­fol­genden Frucht­entwicklung für eine ausreichende Was­serzufuhr ge­sorgt wer­den. Um Fäulnis, bezie­hungs­weise Grauschim­mel vorzubeu­gen, sollte tagsüber so rechtzeitig ge­gos­­sen werden, dass die Blüten vor dem Abend wieder ab­trocknen kön­nen. Zusätzlich kann man zum Schutz vor Pilzerkran­kun­gen Knoblauch zwi­schen die Erdbee­ren setzen und den Bo­den unterhalb der Früchte mit Stroh mul­chen. Nach der Ernte werden die Erdbeeren dann in et­wa fünf Zen­timeter Höhe zu­rück­geschnitten, so dass keine das Wachs­tum im Fol­gejahr behindernden Stoffe aus den al­ten Blättern in die Wur­­zel wandern kön­nen. Zudem wird so der Neu­aus­trieb vor an den alten Blät­tern haften­den Krank­­heiten und Schäd­lingen ge­schützt. Neu­pflan­zun­gen soll­ten mög­­lichst früh (ab Mitte Juli/An­fang Au­gust) er­folgen, da­mit sich die Pflan­zen vor dem Winter noch gut be­wurzeln können.


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