Nach den Eisheiligen sollte der Boden ausreichend erwärmt sein, so dass auch kälteempfindliche Saaten ausgebracht werden können. Busch- und Stangenbohnen sind ertragreich und machen wenig Arbeit. Ist es doch noch zu kalt oder zu nass, verzögert sich die Keimung und die Pflanzen werden anfällig für Pilzinfektionen. Im Zweifel wartet man mit der Aussaat besser ein bisschen länger, bis sich der Boden dauerhaft auf eine Temperatur von mindesten zehn Grad erwärmt hat. Die Bohnen wachsen dafür anschließend umso schneller. Buschbohnen werden am besten in Horsten von fünf bis sieben Samen ausgelegt: So können sich die Pflanzen gegenseitig stützen und auch das Anhäufeln geht leichter. Die Saattiefe sollte dabei höchstens drei Zentimeter betragen. Bei Stangenbohnen legt man bis zu neun Samen um eine Stange. Feuerbohnen sind nicht ganz so anspruchsvoll und wachsen auch bei niedrigeren Temperaturen sehr schnell, setzen allerdings bei Hitze kaum Bohnen an. Junge Bohnenpflanzen sind sehr beliebt bei Schnecken und sollten daher in der ersten Zeit nach dem Aufgehen gut geschützt werden. Buschbohnen können in mehreren Sätzen bis Mitte Juli gelegt werden, sodass man von Juli bis Oktober frische Bohnen ernten kann. Stangenbohnen wachsen langsamer und müssen für eine befriedigende Ernte spätestens bis Ende Juni gesät werden.

Mindestens eine Salbeipflanze sollte in jedem Garten zu finden sein. Am bekanntesten ist natürlich der als Gewürz- und Heilpflanze verwendete „richtige“ Salbei, Salvia officinalis. Von ihm gibt es zahlreiche dekorative Sorten, zum Beispiel mit panaschierten Blättern in unterschiedlichen Farbkombinationen (weiß-grün, gold-grün, rosa-weiß-grün), mit weißen oder rosa Blüten, mit purpurrotem oder goldenem Laub oder auch mit gesägtem Blattrand. Bei anderen Züchtungen steht eher der medizinische Nutzen im Vordergrund, so enthält zum Beispiel die aus Thüringen stammende Sorte „Extrakta“ besonders viele ätherische Öle und dient daher hauptsächlich der Herstellung pharmazeutischer Produkte. Ganz in der Nähe befinden sich in Freital-Wurgwitz die Salbeifelder der Firma Bombastus, die in erster Linie Tee, aber auch Mundwasser, Salben, Tropfen und Zahncreme herstellt. Für den Eigenverbrauch sollten die Blätter am besten kurz vor der Blüte gesammelt, da dann der Gehalt der ätherischen Öle am höchsten ist, und anschließend an einem luftigen Ort getrocknet werden. Als Tee oder in Form einer Tinktur eingenommen wirkt Salbei desinfizierend und schweißhemmend und wird daher bei Verdauungsstörungen und Infektionen der Atemwege eingesetzt. Äußerlich wirkt er bei Insektenstichen oder kleineren Entzündungen. In der Küche würzt Salbei Gemüse- oder Fleischgerichte.

Die berühmte „Mieze Schindler“, nach allgemeiner Auffassung die Erdbeersorte mit dem allerbesten Geschmack, wurde 1925 von Otto Schindler in Pillnitz gezüchtet und nach seiner Frau benannt. Sie schmeckt in der Tat wunderbar, hat allerdings recht viele Nachteile, wie Anfälligkeit für Krankheiten, sehr weiche Früchte und einen eher mäßigen Ertrag. Außerdem braucht sie eine Befruchtersorte, da sie selbst nur weibliche Blüten ausbildet. Wem dies nach zuviel Aufwand klingt, probiert vielleicht „Mieze Nova“, die von Dr. Barbara Dathe in Graupa aus der „Mieze Schindler“ gezogen wurde. Der Geschmack ist wirklich hervorragend, die Früchte sind wesentlich größer und die Ernte reichlich. Empfehlenswert sind auch die mittelfrühe und ertragreiche „Korona“ und für eine Verlängerung der Saison die beiden späten Sorten „Florence“ und „Malwina“. Für eine gute Ernte muss während der Blüte und der nachfolgenden Fruchtentwicklung für eine ausreichende Wasserzufuhr gesorgt werden. Um Fäulnis, beziehungsweise Grauschimmel vorzubeugen, sollte tagsüber so rechtzeitig gegossen werden, dass die Blüten vor dem Abend wieder abtrocknen können. Zusätzlich kann man zum Schutz vor Pilzerkrankungen Knoblauch zwischen die Erdbeeren setzen und den Boden unterhalb der Früchte mit Stroh mulchen. Nach der Ernte werden die Erdbeeren dann in etwa fünf Zentimeter Höhe zurückgeschnitten, so dass keine das Wachstum im Folgejahr behindernden Stoffe aus den alten Blättern in die Wurzel wandern können. Zudem wird so der Neuaustrieb vor an den alten Blättern haftenden Krankheiten und Schädlingen geschützt. Neupflanzungen sollten möglichst früh (ab Mitte Juli/Anfang August) erfolgen, damit sich die Pflanzen vor dem Winter noch gut bewurzeln können.
