Gartentipps für August 2026

Pflanze des Monats ist diesmal der Thymian, von dem es eine ganz erstaunliche Anzahl von Ar­ten und Sor­ten gibt. Thymiane sind kleine im­mergrüne Sträucher beziehungsweise Halb­sträu­­cher und gehören zur Fami­lie der Lip­pen­blütler. Die Wuchs­form unter­schei­det sich bei den ein­zel­nen Arten. Neben sehr niedrigen krie­chenden Ar­ten wie zum Beispiel dem Sand-Thy­mian, der eine maxi­male Höhe von 10 Zen­ti­meterner­reicht, gibt es auch aufrechte Arten wie den Ech­ten Thy­mian, der etwa 40 Zen­ti­me­ter hoch wird. Das Ver­brei­tungs­gebiet der Thy­miane er­streckt sich über Euro­pa und Asien, wobei die meisten der rund zweihundert Arten rund ums Mit­tel­meer zu finden sind. Thymian wird schon sehr lange als Ge­­würzkraut und Heil­pflanze ver­wendet. Seine ätheri­schen Öle mit dem Hauptbestandtteil Thymol wirken schleim­­­lösend und an­ti­septisch und werden daher vor­wie­gend bei der Behandlung von Atem­wegsinfekten ein­gesetzt. Mit den fri­schen oder getrockneten Blättchen würzt man Fleisch- und Gemüse­ge­richte sowie Eierspeisen. Getrock­ne­ter Thymian ist auch Bestandteil von Gewürz- oder Teemischungen, wie den Kräutern der Provence. Im Garten wächst Thymian am besten an einem sonnigen trockenen Platz, ger­ne auch in Mauer- oder Pfla­ster­spal­ten oder in Töpfen. Nie­drig­blei­bende Sorten eig­nen sich sehr gut zur Anlage eines Duftrasens, der besonders de­ko­rativ aussieht, wenn man unter­schiedliche Blatt- und Blüten­far­ben kombi­niert. Hier gibt es, was die Blatt­farben an­be­langt, eine rei­che Auswahl von gold­gelb über hell- und dunkel­grün bis zu silbergrau – ent­weder ein­farbig oder weiß- beziehungsweise gelb­pan­a­schiert. Die Farbe der Blüten geht von Weiß über verschiedene Schat­tie­run­gen von Rosa bis zu dunk­lem Vio­lett. Die Blüten sind zwar klein, er­scheinen aber meist sehr zahlreich und bie­ten zudem viel Nektar. Viele Sor­ten wei­sen neben dem typischen Thy­mian­geruch eine deutliche Zitrus­note auf, andere duften eher exotisch nach Ing­wer oder Kokos. Eine beson­ders schö­ne Art, der Kaskaden­thy­mian, verdient wegen seines üp­pigen Wachstums und der über­rei­chen Blüte noch eine geson­derte Er­­wäh­nung. Ihn pflanzt man am besten an Mauer­kronen oder in einen erhöht ste­henden Kübel, damit er kaskadenbildend sei­nem Na­men gerecht werden kann.

Auch im August kann das passende Gemüse noch mit Er­folg gepflanzt oder ausgesät werden. Die Frühkul­turen sind mitt­ler­wei­le geerntet und die ersten Beete wie­­­­­der frei, es wird also Zeit für die zwei­te Runde. Geeignet sind zum ei­nen generell schnell­wach­sende Arten und zum an­deren dieje­ni­gen, die bei früherer Aus­saat zu wenig Blattmasse ent­wickeln, weil sie bei einer Tages­län­ge von mehr als zwölf Stun­den un­be­­dingt blühen möch­­ten (die sogenannten Lang­tag­pflan­zen). Da die Tage jetzt schon recht schnell wieder kürzer wer­den, ist für eine rei­che Ernte zügiges Handeln angesagt. Die folgenden Ar­ten können für eine Ernte im Herbst bis Anfang August noch gepflanzt wer­den: Kopf- und Eich­blattsalat, En­di­­­vi­en, Spitz­kohl, Wir­sing, Koh­l­rabi, Ra­dic­chio, Zucker­hut und Knol­len­fen­chel. Gute Gärtne­reien (meine Em­p­fehlung ist die Gärt­nerei Rülcker auf der Reicker Straße) bieten auch jetzt noch Jungpflanzen in guter Qua­lität an. Zur Aussaat eignen sich jetzt noch Pak Choi, Chinakohl, an­dere Blattsenfe wie Mi­zuna oder Tat­soi, Ret­­tiche, von denen es spezi­elle Herbst- und Wintersorten gibt,  so­wie Pflück­salat und die sehr hübsch blü­hen­den Spargelerbsen. Bis Mitte Au­gust können trotz des Na­mens noch Mairübchen und Teltower Rüb­chen ge­sät werden. Auch für erste Aus­­saa­ten von Spinat und Feldsalat ist jetzt die richtige Zeit, wobei man auf resistente Sorten achten sollte. Bis Mit­te Sep­tember können noch Ra­dies­chen und andere sehr schnell­wach­sende Kul­turen wie Schnittsalat und Rauke ge­­sät werden. Zudem ist jetzt der rich­tige Zeitpunkt, um Ge­müse für die er­ste Ernte im Frühjahr aus­zusäen. Da­zu eig­nen sich Spinat, Feldsalat, Bar­ba­ra­kraut und Scheer­kohl. Einen Ver­such wert sind Win­tersalate (da gibt es ver­schie­dene Sor­ten mit Namen wie „Wintermarie“ oder „Brauner Winter“), Puffbohnen und Spros­sen­brok­koli, so­wie die speziell für den Über­win­te­rungs­­anbau ausge­wie­­se­nen Kohlsor­ten „Winterfürst“ (Wir­sing) und „Wal­che­ren Winter“ (Blu­menkohl).

Um der Verkahlung vorzubeugen und gleichzeitig die Blühfreudigkeit zu er­halten, sollten die Rhizome der Bart-Iris alle drei bis fünf Jahre aufgenom­men und geteilt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Spätsommer. Man hebt die Iris mit einer Grabegabel aus dem Boden und teilt anschließend das Rhizom, wobei jedes Stück einen gut entwickelten Blattschopf aufwei­sen sollte. Sowohl die Blätter als auch die Wurzeln sollten auf etwa ein Drittel ein­gekürzt werden. Anschließend wer­den die ausgewähl­ten Teilstücke flach in durchlässigen Boden eingesetzt und gründlich angegossen.


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