Pflanze des Monats ist diesmal der Thymian, von dem es eine ganz erstaunliche Anzahl von Arten und Sorten gibt. Thymiane sind kleine immergrüne Sträucher beziehungsweise Halbsträucher und gehören zur Familie der Lippenblütler. Die Wuchsform unterscheidet sich bei den einzelnen Arten. Neben sehr niedrigen kriechenden Arten wie zum Beispiel dem Sand-Thymian, der eine maximale Höhe von 10 Zentimeternerreicht, gibt es auch aufrechte Arten wie den Echten Thymian, der etwa 40 Zentimeter hoch wird. Das Verbreitungsgebiet der Thymiane erstreckt sich über Europa und Asien, wobei die meisten der rund zweihundert Arten rund ums Mittelmeer zu finden sind. Thymian wird schon sehr lange als Gewürzkraut und Heilpflanze verwendet. Seine ätherischen Öle mit dem Hauptbestandtteil Thymol wirken schleimlösend und antiseptisch und werden daher vorwiegend bei der Behandlung von Atemwegsinfekten eingesetzt. Mit den frischen oder getrockneten Blättchen würzt man Fleisch- und Gemüsegerichte sowie Eierspeisen. Getrockneter Thymian ist auch Bestandteil von Gewürz- oder Teemischungen, wie den Kräutern der Provence. Im Garten wächst Thymian am besten an einem sonnigen trockenen Platz, gerne auch in Mauer- oder Pflasterspalten oder in Töpfen. Niedrigbleibende Sorten eignen sich sehr gut zur Anlage eines Duftrasens, der besonders dekorativ aussieht, wenn man unterschiedliche Blatt- und Blütenfarben kombiniert. Hier gibt es, was die Blattfarben anbelangt, eine reiche Auswahl von goldgelb über hell- und dunkelgrün bis zu silbergrau – entweder einfarbig oder weiß- beziehungsweise gelbpanaschiert. Die Farbe der Blüten geht von Weiß über verschiedene Schattierungen von Rosa bis zu dunklem Violett. Die Blüten sind zwar klein, erscheinen aber meist sehr zahlreich und bieten zudem viel Nektar. Viele Sorten weisen neben dem typischen Thymiangeruch eine deutliche Zitrusnote auf, andere duften eher exotisch nach Ingwer oder Kokos. Eine besonders schöne Art, der Kaskadenthymian, verdient wegen seines üppigen Wachstums und der überreichen Blüte noch eine gesonderte Erwähnung. Ihn pflanzt man am besten an Mauerkronen oder in einen erhöht stehenden Kübel, damit er kaskadenbildend seinem Namen gerecht werden kann.

Auch im August kann das passende Gemüse noch mit Erfolg gepflanzt oder ausgesät werden. Die Frühkulturen sind mittlerweile geerntet und die ersten Beete wieder frei, es wird also Zeit für die zweite Runde. Geeignet sind zum einen generell schnellwachsende Arten und zum anderen diejenigen, die bei früherer Aussaat zu wenig Blattmasse entwickeln, weil sie bei einer Tageslänge von mehr als zwölf Stunden unbedingt blühen möchten (die sogenannten Langtagpflanzen). Da die Tage jetzt schon recht schnell wieder kürzer werden, ist für eine reiche Ernte zügiges Handeln angesagt. Die folgenden Arten können für eine Ernte im Herbst bis Anfang August noch gepflanzt werden: Kopf- und Eichblattsalat, Endivien, Spitzkohl, Wirsing, Kohlrabi, Radicchio, Zuckerhut und Knollenfenchel. Gute Gärtnereien (meine Empfehlung ist die Gärtnerei Rülcker auf der Reicker Straße) bieten auch jetzt noch Jungpflanzen in guter Qualität an. Zur Aussaat eignen sich jetzt noch Pak Choi, Chinakohl, andere Blattsenfe wie Mizuna oder Tatsoi, Rettiche, von denen es spezielle Herbst- und Wintersorten gibt, sowie Pflücksalat und die sehr hübsch blühenden Spargelerbsen. Bis Mitte August können trotz des Namens noch Mairübchen und Teltower Rübchen gesät werden. Auch für erste Aussaaten von Spinat und Feldsalat ist jetzt die richtige Zeit, wobei man auf resistente Sorten achten sollte. Bis Mitte September können noch Radieschen und andere sehr schnellwachsende Kulturen wie Schnittsalat und Rauke gesät werden. Zudem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Gemüse für die erste Ernte im Frühjahr auszusäen. Dazu eignen sich Spinat, Feldsalat, Barbarakraut und Scheerkohl. Einen Versuch wert sind Wintersalate (da gibt es verschiedene Sorten mit Namen wie „Wintermarie“ oder „Brauner Winter“), Puffbohnen und Sprossenbrokkoli, sowie die speziell für den Überwinterungsanbau ausgewiesenen Kohlsorten „Winterfürst“ (Wirsing) und „Walcheren Winter“ (Blumenkohl).

Um der Verkahlung vorzubeugen und gleichzeitig die Blühfreudigkeit zu erhalten, sollten die Rhizome der Bart-Iris alle drei bis fünf Jahre aufgenommen und geteilt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Spätsommer. Man hebt die Iris mit einer Grabegabel aus dem Boden und teilt anschließend das Rhizom, wobei jedes Stück einen gut entwickelten Blattschopf aufweisen sollte. Sowohl die Blätter als auch die Wurzeln sollten auf etwa ein Drittel eingekürzt werden. Anschließend werden die ausgewählten Teilstücke flach in durchlässigen Boden eingesetzt und gründlich angegossen.
