In diesem Monat geht es um „falsche“ Minzen, also Pflanzen, die zwar Minzen genannt werden, weil sie zum Beispiel minzig riechen oder schmecken, aber nicht zur Familie der eigentlichen Minzen gehören. Die Auswahl ist groß: Bergminzen, Katzenminzen, Koreanische Minze, Indianerminzen sowie diverse als Kübelpflanzen geeignete Minzesträucher. Alle gehören wie die richtige Minze zur Familie der Lippenblütler und können ebenfalls als Tee- oder Gewürzkräuter genutzt werden, einige dienen zudem als Zierpflanzen. Alle haben den Vorteil, weniger expansiv als die echten Minzen aufzutreten, so dass sie auch bedenkenlos mit anderen Pflanzen kombiniert werden können. Anders als der immer wieder dafür empfohlene Lavendel sind Katzenminzen tatsächlich ausgezeichnete Rosenpartner, die nicht nur bei Katzen, sondern auch bei Bienen und Hummeln sehr beliebt sind. Warum Katzen den Geruch von Katzenminze so unglaublich attraktiv finden, ist übrigens unklar. Katzenminzen haben eine sehr lange Blütezeit und können, falls sie einmal die Fasson verlieren, jederzeit durch einen Rückschnitt wieder in Form gebracht werden. Daher eignen sie sich auch sehr gut als Einfassungspflanze. Mit ihrem graugrünen Laub und den meist blauvioletten Blüten lassen sie sich mit fast allen anderen Farben gut kombinieren, ansonsten gibt es auch rosa- oder weißblühende Sorten. Monarden werden hierzulande hauptsächlich als Prachtstauden verwendet, man kann aus ihnen aber auch einen Tee zubereiten und mit den Blüten Süßspeisen oder Salate dekorieren. Die in den Blättern enthaltenen ätherischen Öle wirken antiseptisch und können bei Erkältungen oder Magenbeschwerden helfen. Die einjährige Zitronenmonarde, die im Englischen Lemon Mint genannt wird, lässt sich sehr gut aus Samen ziehen und blüht den ganzen Sommer über. Die Gattung der Agastachen besteht aus zweiundzwanzig Arten, die mit einer Ausnahme alle aus Nordamerika stammen und dort umgangssprachlich als Kolibriminzen (Hummingbird Mints) bezeichnet werden. Das klingt gleich so tropisch, aber Agastachen sind wirklich in ganz Nordamerika verbreitet und daher auch bei uns völlig winterhart. Sie wurden bis vor wenigen Jahren ausschließlich als Teekräuter angeboten, mittlerweile gibt es aber viele attraktive Züchtungen, die sich auch sehr gut im Staudenbeet machen. Agastachen sind trockenheitsverträgliche und pflegeleichte Dauerblüher und zudem ein Insektenmagnet. Mit dem Begriff „Bergminze“ werden meist die Arten der Gattung Calamintha bezeichnet, es gibt aber auch noch die Amerikanischen Bergminzen der Gattung Pycnanthemum sowie einige andere nach Minze duftende Arten, die dann meist auch so genannt werden. Viele Bergminzen sind eher zierliche Pflanzen mit kleinen Blättern und Blüten, die aber trotzdem sehr gerne von Hummeln besucht werden. Bis auf die einen schattigen und eher feuchten Standort bevorzugende Großblütige Bergminze (Calamintha grandiflora) sind sie eine Bereicherung im vollsonnigen Kräuterbeet, lassen sich aber als Füllstauden auch gut in Rabatten integrieren.

Was beim Gemüse alles schiefgehen kann: Beinige Möhren entstehen häufig auf steinigen oder verdichteten Böden. Auch stark wechselnde Bodenfeuchtigkeit führt zu Wachstumsstörungen. Eine weitere Ursache kann der Befall mit Wurzelnematoden sein. Hier hilft eine Gründüngung mit Tagetes oder speziellen Mischungen. Häufig platzen Tomaten kurz vor der Ernte auf. Ursache ist meist eine unregelmäßige Wasserversorgung. Zur Vermeidung ist es wichtig, die Pflanzen gleichmäßig feucht zu halten, zudem sollten platzfestere Sorten verwendet werden. Wenn Gurken nur wenige Früchte ansetzen, kann es am kühlen Wetter liegen. Vor allem ältere gemischtblütige Sorten, wie Vorgebirgstrauben oder Riesenschäl, bilden bei Regenwetter zu wenig weibliche Blüten aus. Abhilfe schafft hier die Verwendung moderner rein weiblich blühender Sorten. Werden Radieschen zu tief oder zu dicht gesät, leidet die Form, sie werden dann länglich oder kegelförmig. Dagegen hilft eine flache Saat von höchstens einem Zentimeter Bodentiefe und ein ausreichender Abstand zwischen den Pflanzen.Bohnen dürfen während und kurz nach der Blüte nicht unter Wassermangel leiden, das schmälert den Ertrag und führt zu verkrümmten und zu kurzen Hülsen. Auch eine leichte Düngung vor der Blüte fördert den Fruchtansatz, während ausreichendes Gießen für besseres Wachstum und gute Ausbildung der Hülsen sorgt.

Stachel- und Johannisbeeren können direkt nach der Ernte geschnitten werden. Dabei werden die abgetragenen vier bis fünf Jahre alten Triebe bodennah entfernt. Auch Süßkirschen und anderes Steinobst, wie Aprikosen oder Pfirsiche, werden am besten direkt nach oder gleich mit der Ernte in Form gebracht.
