Gartentipps für Juli 2026

In diesem Monat geht es um „falsche“ Minzen, also Pflanzen, die zwar Min­zen genannt werden, weil sie zum Bei­spiel minzig riechen oder schmec­ken, aber nicht zur Familie der eigentlichen Minzen ge­hö­ren. Die Aus­­­wahl ist groß: Bergminzen, Kat­zenminzen, Koreani­sche Min­­­­ze, India­nerminzen sowie di­ver­se als Kübel­pflan­zen geeignete Min­­zesträu­cher. Alle gehören wie die rich­tige Minze zur Familie der Lip­pen­blütler und können eben­falls als Tee- oder Gewürzkräuter ge­nutzt werden, ei­nige dienen zudem als Zier­pflanzen. Alle haben den Vor­teil, weniger ex­pan­siv als die echten Minzen auf­zu­treten, so dass sie auch bedenkenlos mit an­deren Pflanzen kom­biniert wer­den kön­nen. Anders als der immer wie­der dafür em­pfohlene Lavendel sind Kat­zen­minzen tatsäch­lich ausge­zeich­ne­te Ro­senpartner, die nicht nur bei Kat­zen, sondern auch bei Bienen und Hum­meln sehr beliebt sind. Warum Katzen den Geruch von Katzenminze so unglaublich attraktiv finden, ist übri­gens unklar. Katzenmin­zen ha­ben eine sehr lange Blütezeit und kön­nen, falls sie einmal die Fasson ver­lieren, jederzeit durch einen Rück­schnitt wie­der in Form gebracht werden.­ Daher eig­nen sie sich auch sehr gut als Ein­fassungs­pflanze. Mit ihrem graugrü­nen Laub und den meist blau­violetten Blü­ten lassen sie sich mit fast allen an­deren Farben gut kombinie­ren, an­son­sten gibt es auch rosa- oder weiß­blühende Sorten. Monarden wer­den hierzulande hauptsächlich als Pracht­stauden ver­wendet, man kann aus ihnen aber auch einen Tee zu­be­reiten und mit den Blüten Süß­speisen oder Sa­late de­korieren. Die in den Blät­­tern ent­haltenen ätherischen Öle wir­­ken an­tiseptisch und können bei Erkältun­gen oder Magen­be­schwer­­­den helfen. Die einjährige Zi­tro­nenmonarde, die im Englischen Le­mon Mint genannt wird, lässt sich sehr gut aus Samen ziehen und blüht den gan­zen Sommer über. Die Gattung der Aga­­stachen be­steht aus zweiund­zwan­zig Arten, die mit einer Ausnah­me alle aus Nord­amerika stam­men und dort umgangs­sprachlich als Ko­li­bri­minzen (Hum­ming­bird Mints) be­zeichnet werden. Das klingt gleich so tropisch, aber Agastachen sind wirklich in ganz Nord­­amerika verbreitet und da­her auch bei uns völ­lig winterhart. Sie wur­­den bis vor we­nigen Jahren aus­schließlich als Tee­kräuter angebo­ten, mittlerweile gibt es aber viele at­trak­tive Züchtungen, die sich auch sehr gut im Staudenbeet ma­chen. Aga­stachen sind trocken­heits­­verträgliche und pfle­ge­­leichte Dau­erblüher und zudem ein Insekten­magnet. Mit dem Begriff „Berg­minze“ werden meist die Ar­ten der Gattung Calamintha be­zeich­net, es gibt aber auch noch die Amerika­ni­schen Berg­minzen der Gattung Pyc­nan­themum so­wie einige andere nach Minze duf­tende Arten, die dann meist auch so genannt werden. Viele Berg­minzen sind eher zier­liche Pflan­zen mit klei­nen Blättern und Blüten, die aber trotz­dem sehr gerne von Hum­meln be­sucht werden. Bis auf die einen schat­tigen und eher feuch­ten Standort be­vor­­zugende Groß­blü­tige Bergminze (Ca­la­­min­tha grandiflo­ra) sind sie eine Berei­che­rung im voll­sonnigen Kräu­terbeet, lassen sich aber als Füll­stau­den auch gut in Rabatten integrieren.

Was beim Gemüse alles schief­ge­hen kann: Beinige Möhren entste­hen häufig auf steinigen oder ver­dichteten Böden. Auch stark wech­sel­nde Bo­den­feuchtig­keit führt zu Wachs­tums­­stö­rungen. Eine wei­tere Ur­sache kann der Befall mit Wur­zelne­ma­toden sein. Hier hilft eine Grün­düngung mit Ta­ge­tes oder spe­ziellen Mischungen. Häu­fig platzen Tomaten kurz vor der Ernte auf. Ur­sache ist meist eine unre­gel­mä­ßige Wasser­ver­sor­gung. Zur Ver­mei­dung ist es wichtig, die Pflanzen gleich­­mä­ßig feucht zu halten, zudem sollten platz­­fe­stere Sor­ten verwendet wer­­den. Wenn Gur­ken nur wenige Früch­te an­set­zen, kann es am küh­len Wetter lie­gen. Vor allem äl­te­re ge­mischt­blütige Sorten, wie Vor­ge­birgs­trauben oder Riesen­schäl, bil­den bei Regenwetter zu wenig weibliche Blü­ten aus. Ab­hilfe schafft hier die Ver­wendung mo­derner rein weiblich blü­hen­der Sor­ten. Werden Radies­chen zu tief oder zu dicht gesät, leidet die Form, sie werden dann länglich oder ke­gelförmig. Da­gegen hilft eine flache Saat von höch­stens einem Zentimeter Boden­tiefe und ein ausreichender Ab­stand zwi­schen den Pflanzen.Bohnen dür­fen während und kurz nach der Blü­te nicht unter Was­ser­ma­n­gel lei­den, das schmälert den Er­­­trag und führt zu verkrümmten und zu kurzen Hül­sen. Auch eine leichte Dün­gung vor der Blüte fördert den Frucht­ansatz, wäh­rend ausrei­chen­des Gie­ßen für bes­seres Wachs­tum und gu­te Aus­bildung der Hül­sen sorgt.

Stachel- und Johannisbeeren kön­nen direkt nach der Ernte geschnitten werden. Dabei wer­den die abge­tra­ge­­nen vier bis fünf Jahre alten Triebe bodennah entfernt. Auch Süß­­kirschen und anderes Steinobst, wie Aprikosen oder Pfirsiche, werden am besten direkt nach oder gleich mit der Ernte in Form gebracht.


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