Von den 2634 Schmetterlingsarten, die in Sachsen nachgewiesen sind, haben natürlich auch einige den Weg in unsere Anlage gefunden. Beim Anblick eines schönen bunten Schmetterlings freut man sich, darf aber nicht vergessen, dass vor dem Falter die Raupe kommt und die oft gar nicht so hübsch ist. Die Raupe des wirklich wunderschönen Segelfalters, der wie der Schwalbenschwanz zur Familie der Ritterfalter gehört, sieht im Jungstadium aus wie Vogelkot, was natürlich eine wirklich exzellente Tarnung darstellt. In Anpassung an ihre Nahrung – die Blätter verschiedener Prunusarten wie zum Beispiel Schlehe, Pflaume oder Pfirsich – werden die Raupen nach der ersten Häutung grün und blattförmig. Auch die sich von Doldenblütlern ernährenden Raupen des Schwalbenschwanzes starten als Vogelkot-Imitation, um dann erst später ihre auffällige Färbung (Streifen in grün-schwarz-orange) zu entwickeln. Hier sehen wir schon die zwei verschiedenen Taktiken, um als Raupe möglichst unbeschadet durchs Leben zu kommen: Tarnung durch Anpassung an die Umgebung oder Abschreckung durch Signalfarben. Zusätzlich können Ritterfalter-Raupen bei Bedrohung eine zweizackige Nackengabel ausstülpen, das sogenannte Osmaterium. Neben der grellen Färbung in Rot oder Orange und dem allgemein bedrohlichen Aussehen verströmt das Osmaterium zudem noch einen üblen Geruch, der durch Terpene erzeugt wird. Die Raupen des Tagpfauenauges und des Kleinen Fuchses wiederum leben in Gruppen in einem selbst erzeugten Gespinst und schützen sich so vor Fressfeinden. Bei Gefahr erzeugen sie zudem durch gemeinsames synchronisiertes Zucken die Illusion eines größeren und bedrohlicheren Tieres. Beide Arten ernähren sich ebenso von Brennnesseln wie die Raupen des Admirals und des C-Falters, die aber eine solitäre Lebensweise bevorzugen. Schmetterlinge machen von allen Insekten die auffälligste und radikalste Metamorphose durch: Während der Zweck des erwachsenes Falters allein die Fortpflanzung ist, sind die Raupen primär zum Fressen und Wachsen da. Während ihrer Entwicklung häuten sie sich mehrere Male, werden größer und verändern eventuell auch ihr Aussehen. Am Ende des Raupenstadiums verpuppen sie sich und machen in der Puppenhülle eine komplette Verwandlung durch, wobei man sich diesen Vorgang tatsächlich als eine Art Wiederauferstehung vorstellen muss. Die Raupe wird in der Puppe durch ihre eigenen Verdauungssäfte fast vollständig aufgelöst – anschließend bilden sich aus der verbliebenen Proteinsuppe und den wenigen Zellen, die diesen Prozess unbeschadet überstanden haben (den sogenannten Histioblasten, einer Art von Stammzellen) die inneren und äußeren Organe des Falters. Das Puppenstadium dauert in der Regel zwei bis vier Wochen, wobei etliche Schmetterlingsarten, wie Landkärtchen, Schwalbenschwanz, Segel- und Aurorafalter, als Puppe überwintern und erst im Frühling aus ihrer Hülle schlüpfen. Am häufigsten überwintern Schmetterlinge im Raupenstadium, einige wenige Arten aber auch als fertiger Schmetterling, nämlich das Tagpfauenauge, Kleiner und Großer Fuchs, C-Falter, Admiral, Trauermantel und der Zitronenfalter. Von den genannten Arten überwintert aber nur der Zitronenfalter ungeschützt im Freien, entweder in trockenem Laub auf dem Boden oder auf einem Zweig sitzend. Das ist möglich, weil er mit Hilfe von selbst produzierten Frostschutzmitteln (Glycerin und Sorbit, wie in gepanschtem Wein) den Gefrierpunkt seiner Körperflüssigkeit auf bis zu minus zwanzig Grad absenken kann und so auch strengere Winter übersteht.

Gurken können ebenso wie Melonen, Kürbis oder Zucchini von Mitte April bis Anfang Mai auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Kürbisgewächse haben flache Wurzeln, die auf Verletzungen sehr empfindlich reagieren. Deshalb sollte aufs Pikieren verzichtet werden. Man sät zwei bis drei Samen direkt in einen nicht zu kleinen Topf und entscheidet sich nach dem Aufgehen für die kräftigste Pflanze. Mitte Mai kann dann ins Freiland ausgepflanzt werden. Eine Startdüngung mit gering dosiertem Flüssigdünger hilft beim Anwachsen. Vor allem bei Zucchini und Gurken kann aber aufs Vorziehen auch gut verzichtet werden, eine Direktsaat bei ausreichend erwärmten Boden ist einfacher und führt allenfalls zu einer leichten Verzögerung des Erntebeginns.
Rosen werden zum Zeitpunkt der Forsythienblüte abgehäufelt und geschnitten. Jetzt kann man am besten sehen, welche Triebe durch Frost beschädigt wurden und den Schnitt entsprechend vornehmen. Dabei wird immer über einer nach außen weisenden Blattknospe geschnitten. Bei Strauch- und Kletterrosen können überalterte Triebe bodennah herausgenommen werden, um Platz für jungen Wuchs zu schaffen. Gleichzeitig sollte auch gedüngt werden.
